Katze zieht ein: Was du wirklich brauchst — und was es kostet
Als bei uns die erste Katze einzog, hatte ich eine Liste aus dem Internet abgearbeitet und trotzdem drei Sachen vergessen, die am ersten Abend wichtig wurden. Und ich hatte Geld für Dinge ausgegeben, die bis heute unbenutzt im Schrank liegen.
Deshalb hier die Liste, die ich mir damals gewünscht hätte: mit ehrlichen Preisen, sortiert nach brauchst du sofort und kannst du warten.
Das Wichtigste zuerst
Wenn du nur drei Dinge kaufst, dann diese:
Ein Katzenklo, das zu groß wirkt
Die Faustregel: mindestens anderthalbmal so lang wie deine Katze ohne Schwanz. Fast alle Klos im Handel sind zu klein, und die meisten Probleme mit Katzen, die daneben machen, fangen genau hier an. Nimm ein offenes — Hauben halten den Geruch für dich zurück, für die Katze konzentrieren sie ihn.
Etwa 25 €.
Ein Kratzbaum, der nicht wackelt
Mindestens 70 cm freie Kratzfläche am Stück, damit sie sich vollständig strecken kann. Das ist der Punkt, an dem die günstigen Modelle scheitern: Sie sind zu niedrig und kippeln beim ersten kräftigen Zug. Und ein Kratzbaum, der einmal gewackelt hat, wird nie wieder benutzt.
Etwa 60 € für ein stabiles Modell.
Eine Transportbox, die sich oben öffnen lässt
Klingt nach einem Detail, ist aber der Unterschied zwischen einem entspannten und einem katastrophalen Tierarztbesuch. Eine Katze, die nicht rauswill, zieht man nicht durch eine Frontklappe. Von oben hebt man sie einfach heraus.
Etwa 40 €.
Was du in der ersten Woche brauchst
- Zwei Näpfe, flach und breit. Tiefe, enge Näpfe drücken auf die Schnurrhaare, viele Katzen fressen deshalb schlechter. Etwa 15 €
- Den Wassernapf getrennt vom Futter aufstellen, am besten in einem anderen Raum. Katzen trinken von Natur aus nicht dort, wo sie fressen.
- Streu — klumpend und unparfümiert. Duftstoffe sind für dich, nicht für die Katze, und ein häufiger Grund für Klo-Verweigerung. Etwa 12 € für 10 Liter
- Streuschaufel und ein geschlossener Eimer daneben.
- Futter — und zwar dasselbe, das sie beim Vorbesitzer oder im Tierheim bekommen hat. Umstellen kannst du später, langsam. Ein Futterwechsel am Umzugstag führt fast zwangsläufig zu Durchfall.
- Eine Decke, die schon nach ihrem alten Zuhause riecht. Bitte den Vorbesitzer darum. Das ist das billigste und wirksamste Mittel gegen Stress beim Einzug.
- Zwei, drei einfache Spielzeuge — eine Federangel und ein paar Bälle reichen. Kauf kein 30-teiliges Set, du weißt noch nicht, was sie mag. Etwa 15 €
Was warten kann
Diese Dinge werden überall empfohlen und stehen bei den meisten ungenutzt herum:
- Katzenbett — sie sucht sich ihren Platz selbst aus, und es ist selten das gekaufte
- Trinkbrunnen — sinnvoll, aber erst wenn du weißt, ob sie zu wenig trinkt
- Geschirr und Leine
- Bürste — außer bei Langhaar. Welche passt, weißt du erst, wenn sie da ist
- Große Spielzeugsets
Die Sicherheitssachen, an die niemand denkt
Es ist die häufigste tödliche Gefahr für Wohnungskatzen. Katzen versuchen hindurchzuklettern, rutschen ab und bleiben mit dem Bauch im Spalt hängen — je mehr sie sich befreien wollen, desto tiefer rutschen sie. Das führt zu schweren inneren Verletzungen. Es gibt Schutzgitter für wenige Euro, die genau in diesen Spalt eingesetzt werden.
Kippfenster-Schutz: etwa 15 €.
Balkonnetz, falls du einen Balkon hast — mit ausreichender Höhe und unten fixiert.
Und drei Dinge, die nichts kosten: Haargummis und Fäden wegräumen — Katzen können sie wegen ihrer Zungenpapillen nicht mehr ausspucken und müssen schlucken, im Darm schneiden sie dann ein. Vor jedem Waschmaschinenstart hineinschauen. Und Lilien aus der Wohnung entfernen: Bei Katzen können schon Pollen oder das Blumenwasser zu Nierenversagen führen.
Was es zusammen kostet
| Minimal | Solide | Komfort | |
|---|---|---|---|
| Katzenklo | 20 € | 25 € | 45 € |
| Kratzbaum | 40 € | 60 € | 150 € |
| Transportbox | 25 € | 40 € | 60 € |
| Näpfe | 8 € | 15 € | 30 € |
| Streu, Futter, Spielzeug | 35 € | 45 € | 60 € |
| Sicherheit | 15 € | 25 € | 40 € |
| Erstausstattung Tierarzt | 40 € | 60 € | 90 € |
| Summe | 183 € | 270 € | 475 € |
Laufend im Monat kommen etwa 35 € Futter und 20 € Streu und Zubehör dazu, also rund 55 € monatlich. Dazu einmal im Jahr der Tierarzt.
Was viele unterschätzen: die Tierkrankenversicherung. Eine Operation kostet schnell vierstellig, und genau dann willst du nicht zwischen Geld und Behandlung entscheiden müssen. Rechne mit 15 bis 40 € im Monat je nach Umfang.
Die ersten 30 Tage
Tag 1: Ein Zimmer, nicht die ganze Wohnung. Transportbox aufmachen und in Ruhe lassen — sie kommt raus, wenn sie so weit ist. Nicht herausholen, nicht hinterherlaufen. Das kann Stunden dauern und ist völlig normal.
Woche 1: Der Radius wird größer, wenn sie ihn selbst vergrößert. Feste Fütterungszeiten von Anfang an. Nicht wecken, wenn sie schläft.
Woche 2: Erster Tierarztbesuch, wenn nicht schon geschehen. Jetzt kannst du beginnen, das Futter langsam umzustellen — über zehn Tage, immer etwas mehr neues untermischen.
Woche 3 und 4: Spielrhythmus etablieren. Zweimal am Tag, immer zur selben Zeit. Und die wichtigste Regel dabei: Beute läuft weg, nicht auf die Katze zu. Die meisten wedeln die Angel vor ihrem Gesicht hin und her — keine echte Maus tut das. Zieh das Spielzeug von ihr weg, um Ecken, hinter Möbel. Und lass sie am Ende wirklich fangen, sonst bleibt Frust zurück.
Das Wichtigste zum Schluss
Kauf nicht alles vorher. Kauf die drei großen Sachen plus Verbrauchsmaterial, und den Rest, wenn du deine Katze kennst. Sie wird dir innerhalb von zwei Wochen ziemlich deutlich zeigen, was sie mag — und das ist fast nie das, was auf den Verpackungen steht.